Birma: Eine Reise in eine völlig andere Welt!

Montag, Dezember 12, 2011

Wie viele Menschen haben im September 2007 nach Myanmar geblickt! Wie viele Leute haben mitbekommen, dass das Militärregime die friedlichen Demonstrationen von buddhistischen Mönchen und Nonnen und einigen Zivilisten brutal niedergeschlagen wurden! Da habe ich zum ersten Mal nach Birma geguckt und war zu tiefst erschrocken aber gleichzeitig war eine ungeheure Faszination geboren.

Durch die Militärregierung wurde der Vielvölkerstaat in Südostasien seit 1962 klein gehalten, förmlich von der Öffentlichkeit abgeschottet. Und im September 2007 purzelten mir diese ganzen schrecklichen Geschichten über eins der schönsten und unberührtesten Länder vor die Füße. Menschenrechte werden in Birma nicht sonderlich groß geschrieben. Viele der anerkannten Menschenrechtsorganisationen werfen der Regierung und der dazugehörigen Arme zahlreiche Vergehen vor. Darunter kann man Vergewaltigung, Kindersoldaten, Zwangsarbeit, Zwangsräumungen von Dörfern und Folter zählen. Es ist für mich so unglaublich, wie ein Land, neben dem wohl touristischten Urlaubsort – Thailand – solange keine Beachtung zu Teil wurde. Oder vielleicht auch nur von mir.

 

 

 

Obwohl ich mich wirklich gerne auf eine Reise nach Birma begeben würde, so muss man sich auch darüber im Klaren sein, dass man, wenn man sich nicht ausreichende informiert, schnell durch seinen Urlaub größeren Schaden anrichten kann, als man denkt. Denn die Gelder des Tourismus fließen in die Taschen der unterdrückenden Regierung und man hilft damit nicht so sehr den ethnischen und ausgebeuteten Minderheiten des Landes.

 

Nichtsdestotrotz ist Birma einer der wohl wunderschönsten Orte auf der ganzen Welt. Das religiöse Zentrum ist die Shwedagon, ein Sakralbau, der wahrscheinlich der wertvollste weltweit ist! Er liegt in der früheren Haupstadt Ragun und ist ganz und gar mit Gold überdeckt! Dafür muss man sich aber auf schlechte Infrastrukturen und kaputte Autos abseits der Städte einlassen. Dafür befindet man sich eben in einer unentdeckten Wildniss und kann die atemberaubende Natur und Schönheit ohne nerviges, 1000-mal ertönendes Blitzlichtgewitter bestaunen! Völlig losgelöst. Oder?

Ein weiterer Punkt auf meiner Liste ist, dass man auf jeden Fall eine Reisegenehmigung benötigt und diese am besten gar nicht mehr aus der Hand gibt. Denn falls man sich an Grenzgebieten aufhält, muss man mit Haftstrafen rechnen, falls man so eine nicht mit sich führt! Mehr Informationen bekommt man beim Auswärtigen Amt! Wer die Regierung in keinem Fall unterstützen will, der sollte auch auf Flugreisen mit der staatlichen Inlandsfluggesellschaft Mynma Airways verzichten.

Ich glaube, auch wenn man als Tourist immer der unwissende ist, sollte man besonders in solchen Ländern wie Birma ganz genau darauf achten, was man zu tun hat, wenn man in ein so unterdrücktes, von der Öffentlichkeit ferngehaltenes Land reist. Man sollte sich nicht daneben benehmen, wenn man vielen Leuten helfen kann und ihnen zeigt, dass man versteht und man um die Geschichte weiß.

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