Riga – die Perle des Ostens
Freitag, August 12, 2011
Riga – das kreative Bindeglied zwischen ost und West. Hier in Lettlands Hauptstadt geht die Post ab! Und keiner kommt zu kurz. Es gibt für jeden etwas: junges, frisches Design, Historie und gute Küche. In Riga kann man ausgelassene Parties feiern und word vom angenehmen russischen Retro-Look überrascht.
Die Perle des Baltikums, wie sie liebevoll genannt wird, hat an die 85.000 Einwohner und man kann auf einem Spaziergang durch die Stadt mehrere verschiedene Zeitzonen durchwandern – so unterschiedlich und konträr ist sie! Fährt man von dem neu errichteten Flughafen in die Stadt, wird man als Besucher etwas auf die Probe gestellt: Plattenbau, an Plattenbau zieht vorbei und trübt das Entdeckerherz ein bisschen. Aber Gott sei Dank ändert sich dieses Bild ganz schnell wieder und der Fremde wird von geschmackvollen Cafès, veträumten Bars und modernen Galerien empfangen und willkommen geheißen, so dass man die nächsten Tage hier bestimmt genug zu tun hat, um diesen unbeschreiblichen Flair der Stadt in sich aufzunehmen.
Nach 16 Jahre Unabhängigkeit und 3 Jahren EU hat sich viel getan im Wilden Osten! In Riga spricht man verständlicherweise Englisch und an manchen Ecken sogar auch Deutsch. Die Designszene blüht in Riga auch immer mehr auf, obwohl das schon zu Sowjetzeiten so war, als die schönen und betuchten Russinnen hier her kamen und genüsslich einkauften. Der elegante Stil der Lettinnen springt einem Aussenstehenden sofort ins Auge: mit hohen Highheels, feinen Kleidern stolzieren sie die Straßen entlang.
Zu Fuß lässt sich die Stadt am besten erkunden, denn wie sonst kommt man ganz unbewusst in diese kleinen Ecken jeder Metropole und entdeckt jedes Mal etwas ganz neues? Der Freiheitsboulevard (Brivibas Bulvaris) ist der Ort, an dem die Neustadt in die Altstadt übergeht und einen sehr guten Ausgangspunkt für jede Route durch Riga darstellt. Die Stadt kann dich zu einem modernen und extravaganten Abend in eine Kunstgalerie entführen und die einen schmackhaften, westlichen Cocktail anbieten, doch gleichzeitig schwebt die alte Zeit unausweichlich immer noch in der Luft und umgibt dich, sobald du um die nächste Ecke biegst. Riga ist jetzt nicht das erste Reiseziel, aber trotzdem unglaubluch sehenswert. Und sind es nicht vor allem die Orte, welche noch fast unberührt, ja noch authentisch ihren eigenen Weg gehen ohne schon von der Massengesellschaft unterjocht worden zu sein, die eigentlich am aller, aller interessantesten sind? Denn diese sind einem wirklich fremd und locken einen in eine ganz neue Welt, raus aus dem Alltag.
Und wer nicht nur Kultur machen möchte, der ist mit Riga genauso gut bedient wie mit Hamburg oder Berlin. Diese Stadt hält auf jeden Fall mit diesen beiden Partymonstern mit! Im Sommer ist es bis spät in die Nacht hell und die Restaurants, Bars, Clubs – alle rappel voll und es wird getrunken und getanzt und geküsst. Am nächsten Tag, wenn der Hangover zu stark ist, um weiter auf Sightseeingtour zu gehen, macht man sich auf an die Strandpromenade im nahen Seebad Jurmala. Hier wird man von der Elektrischka mit auf eine Zeitreise in das alte Osteuropa genommen und man kommt aus dem Staunen nicht mehr raus (Was den Kater vom Vorabend vergessen macht!). Man sitzt auf heruntergekommenen Holzbänken und fährt gemächlich an Kiefern- und Pinienwäldern und Plattenbauten vorbei. Danach bekommt man Holzhäuschen mit bunten Fassaden zu Gesicht. Nach etwa 35 Minuten Fahr hält man an (Haltestelle Majori) und läuft zum Strand! das Wasser ist bis zu 25 Grad. Bis in die Nacht kann man hier bleiben, da die Sonne im Sommer ,den Rigaer Meerbusen bis abends um viertel vor elf beleuchtet.
